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Wie man mit einer Muskelhypothek beim Hausbau sparen kann

Mit einer Muskelhypothek beim Hausbau sparen: wir erklären, wie beim Hausbau aus Eigenleistung Eigenkapital wird und welche Ausbaustufe ideal für preisbewusste Bauherren mit Spaß am Heimwerken ist.

Jungen Familien fehlt bei der Finanzierung ihres ersten Hauses oft Eigenkapital. Mit einer Muskelhypothek kann man beim Hausbau einen fünfstelligen Betrag in der Baufinanzierung sparen. Unser Bauherren-Blog erklärt, wie eine Muskelhypothek funktioniert, welche Eigenleistungen sich dafür eignen und wie man die richtige Ausbaustufe für sein Eigenheim wählt.

Mit diesem Artikel starten wir unsere Serie zur cleveren Baufinanzierung für junge Leute, die ihren Traum vom Eigenheim wahr machen wollen.

 

Hast du Muckis? Wer handwerkliches Können und Zeit mitbringt, kann mit einer Muskelhypothek beim Hausbau sparen – und zwar doppelt

 

Mit einer Muskelhypothek beim Hausbau sparen - perfekt für Heimwerker

Wer selbst ein guter Handwerker ist, kann beim Hausbau viel Geld sparen

 

In Deutschland arbeitet statistisch jeder zweite Bauherr irgendwie an seinem Eigenheim mit. Was die wenigsten wissen: wenn man es richtig angeht, kann man mit Eigenleistungen beim Haus locker einen stolzen fünfstelligen Betrag an Handwerkerleistungen einsparen.

Die Überlegung, Eigenleistungen zum Hausbau beizusteuern, ist vor allem für junge Bauherrinnen und Bauherren attraktiv, denen bei der Baufinanzierung noch an Eigenkapital für den Baukredit fehlt. Dazu eignet sich die sogenannte „Muskelhypothek“.

Ganz einfach formuliert bewertet die Bank die Eigenleistungen am Bau wie Eigenkapital. Wer beispielsweise alle Malerarbeiten am Neubau selbst übernimmt und dadurch Lohnkosten  von 4.000 € einspart, kann diese 4.000 € als Eigenkapital in die Berechnung des Darlehensvertrages einbringen.

So muss man nicht nur 4.000 € weniger an Malerkosten bezahlen, sondern bekommt auch bessere Konditionen für seinen Baukredit – so kann man mit einer Muskelhypothek beim Hausbau quasi doppelt sparen.

(Weißt du, wieviel dein Traumhaus genau kostet? Hier kannst du dir in wenigen Klicks den Preis für dein Eigenheim ausrechnen und dir kostenlos ein Angebot schicken lassen.)

 

Wie eine Muskelhypothek bei den Banken genau funktioniert

 

Mit einer Muskelhypothek beim Hausbau sparen - auch mit Freunden

Auch Familienangehörige und Freunde dürfen beim Hausbau helfen

Als Eigenleistungen, mit denen man durch eine Muskelhypothek beim Hausbau sparen kann, können alle Arbeiten geltend gemacht werden, die man selbst erbringt. Dazu zählen auch Familienmitglieder, Freunde und Bekannte.

Dies gilt übrigens nicht als Schwarzarbeit, wenn zumindest ein kleiner, symbolischer Arbeitslohn vereinbart wird und die Hilfsarbeiten nicht dauerhaft gewinnorientiert sind (eine Muskelhypothek kommt also grundsätzlich nur einmal in Frage).

Kreditinstitute, Banken und Baufinanzierer akzeptieren dieses durch Muskelkraft eingebrachte Eigenkapital in der Regel problemlos bis zu einem Wert von ca. 5% der Kreditsumme, was erfahrungsgemäß in einem Rahmen von 15.000 bis 20.000 Euro liegt.

Bleibt die Eigenleistung unter diesen Werten, verzichten Banken auch auf Fähigkeitsnachweise durch den Bauherren und seine Helfer sowie auf eine Qualitätsprüfung der erbrachten Gewerke.

 

Achtung!

Eine durchaus übliche Voraussetzung von Kreditgebern für die Akzeptanz einer Muskelhypothek ist der Umstand, dass die Finanzierung auch ohne das durch die Bauleistungen eingebrachte Eigenkapital möglich gewesen wäre.

 

Besonders bei einem geringen Eigenkapitalanteil (zwischen 10-20%) einer Baufinanzierung kann sich eine Muskelhypothek lohnen, wenn man dadurch unter einen gewissen Schwellenwert kommt. Hier können sich die Darlehenskonditionen dann klar verbessern.

 

Falls du vom Fach bist, ist auch mehr möglich

 

Mit einer Muskelhypothek können Profis beim Hausbau richtig viel sparen

Für Profihandwerker sind hohe Ersparnisse möglich

Die relativ niedrigen Werte für das über die Eigenleistung eingebrachte Eigenkapital sind mit einer Risikoabschätzung der Banken verbunden:

Ein relativ hoher Anteil an selbst durchgeführten Handwerkerarbeiten lässt das Risiko aus Bankensicht zu hoch werden, dass sich aus unsachgemäßer Ausführung gravierende Probleme für die Fertigstellung des gesamten Bauprojektes ergeben:

Erhebliche Bauverzögerungen oder ungeplante Zusatzkosten durch Reparaturen können dann aus ihrer Sicht die gesamte Baufinanzierung gefährden.

Dennoch ist es möglich, auch einen größerem Anteil der Bauarbeiten selbst auszuführen, wenn man vom Fach und in der Lage ist, die Qualifikationen des privaten Helferteams nachzuweisen, etwa durch entsprechende Berufsabschlüsse und Arbeitserfahrungen.

Auch können Kreditinstitute eine Begutachtung und Beglaubigung des Wertes der Muskelhypothek durch einen Architekten oder einen Sachverständigen verlangen.

 

Wer mit einer Muskelhypothek beim Hausbau sparen will, muss klug kalkulieren

 

Auch wenn für es für jemanden mit handwerklichem Geschick reizvoll erscheint, die Baukosten mit einem Eigenanteil zu drücken, sollte man das Kosten/Nutzen-Verhältnis im Vorfeld genau durchrechnen.

Dabei sollten folgende Aspekte in die Rechnung einfließen:

 

1 Bin ich wirklich selbst in der Lage, gewisse Arbeiten auf einem ähnlichen Qualitätsniveau auszuführen, wie ich es auch von der Baufirma erwarte?

2 Habe ich im Familien- und Freundeskreis Fachleute, die weitere Arbeiten auf professionellem Level beisteuern können?

3 Verfüge ich über sämtliche notwendigen Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände oder muss ich extra für die Muskelhypothek (womöglich teure) Neuanschaffungen mit einrechnen?

4 Kann ich das benötigte Material so günstig einkaufen, dass die Materialkosten nicht unverhältnismäßig teuer werden (Baufirmen kaufen in der Regel zu vergünstigten Konditionen im Großhandel ein)?

5 Kann ich den erforderlichen Arbeitsaufwand für die Umsetzung der Eigenleistungen gut mit meinen übrigen Verpflichtungen in Einklang bringen?

6 Ist eine Ausführung der Arbeiten durch mich im erforderlichen Zeitplan wirklich realistisch?

7 Habe ich Angebote von externen Handwerkern vorliegen, sodass ich diese mit „meinen“ Kosten realistisch vergleichen kann?

 

(Hier kannst du die Kosten für die Selbermacher-Ausbaustufe „Veredelter Rohbau“ mit den Kosten für schlüsselfertige Ausbaustufen vergleichen.)

 

Achtung!

Für die selbst durchgeführten Eigenleistungen wird von der Baufirma natürlich keine Gewährleistung übernommen. Auch wenn durch unsachgemäß ausgeführte Arbeiten des Bauherren Folgeschäden an anderen Gewerken entstehen, haftet die Baufirma dafür nicht.

 

Macht euch eine Muskelhypothek nicht zu schwer – einfachen Arbeiten für Eigenleistungen bevorzugen

 

Um bei den oben aufgestellten Kostenfaktoren mit einer Muskelhypothek beim Hausbau auch praktisch sparen zu können, sollte man sich immer auf möglichst einfache Gewerke konzentrieren. Hierzu zählen unter anderem:

 

Maler- und Taperziererarbeiten

Garten-, Terrassen, und Außenarbeiten

Verlegung von Bodenbelägen wie Parkett, Vinyl, Laminat und Fliesen

Türen im Innenbereich anbringen

Trockenbau und Wärmedämmung, vor allem im Dach

 

Aus Sicherheits-, Gewährleistungs- und Versicherungsgründen sollte man vor allem diese Arbeiten von externen Profis erledigen lassen:

 

Alle Gewerke, die die Statik des Hauses beeinflussen

Sämtliche Arbeiten, die mit Elektrik und Strom hantieren

Den kompletten Bereich Wasser, Gas und Heizung

Dach- und Bodenabdeckungen und sämtliche Abdichtungen

 

Immer auf Nummer Sicher gehen: Vertrag, Versicherung, Verantwortung

 

Immer schön sicher: Mit einer Muskelhypothek beim Hausbau sparen

Oberste Maxime: sich und private Helfer bestmöglich absichern

Wer sich als Bauherr entschließt, auf eine Muskelhypothek zu setzen, sollte sich und seine Helfer immer bestmöglich absichern.

Ein wichtiger Aspekt ist die korrekte Ausformulierung des Vertrages mit der Baufirma. Darin sollte die Zusammenarbeit zwischen dem mitarbeitenden Bauherren und den Profi-Handwerkern genau festgehalten werden.

Hierbei sollte ein besonderes Augenmerk auf die Ausschlüsse der Gewährleistungen gelegt werden; bei Eigenleistungen versuchen Baufirmen häufig, mehr Risiko auf den Bauherren abzuwälzen als eigentlich nötig.

Kompliziert wird die versicherungs- und haftungsrechtliche Gestaltung der Zusammenarbeit immer dann, wenn Gewerke der Baufirma und des Bauherren voneinander abhängen. Hier ist besondere Vorsicht geboten!

 

Praxis-Tipp

Wenn möglich, sollten Eigenleistungen so geplant werden, dass sie erst nach der kompletten Fertigstellung und der Abnahme der von der Baufirma ausgeführten Ausbaustufe erledigt werden können. Das nimmt den Bauherren sowohl den Zeitdruck als auch das Risiko, durch eigene Fehler die Ausführung der Gewerke durch die Baufirma negativ zu beeinflussen.

 

Um sich selbst und die eigenen privaten Helfer vor Schadensersatzansprüchen aufgrund von Sach- oder Personenschäden zu schützen, sollte unbedingt eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden, die Eigenleistungen ausdrücklich berücksichtigt.

Alle Helfer müssen zudem rechtzeitig bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (hier geht es zur zentralen Webseite) angemeldet werden, damit diese ordnungsgemäß versichert sind. Für die Bauherrin oder den Bauherren ist dies nicht notwendig.

Nicht zuletzt sollte man als Bauherr seine Helfer und sich selbst durch baustellensichere Arbeitskleidung (Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Schutzbrillen, Helme usw.) vor den Alltagsrisiken auf dem Bau schützen.

Häuslebauer mit Muskelhypothek arbeiten übrigens grundsätzlich auch unter der Aufsicht des offiziellen Bauleiters oder Architekten, der die Gesamtverantwortung für den Bau innehat und gegenüber der Bauaufsichtsbehörde die offiziellen Termine wie Baubeginn und Fertigstellung erklärt.

 

Fazit: Mit einer Muskelhypothek beim Hausbau sparen – wer kann, der kann

 

Wir haben gezeigt, was man alles mitbringen muss, um mit einer Muskelhypothek beim Hausbau sparen zu können: neben handwerklichem Können und ausreichend Zeit für die Ausführung der Arbeiten sind es unserer Meinung nach vor allem Übersicht und Verantwortungsbewusstsein, die für den klugen Einsatz von Eigenleistungen notwendig sind.

Neben der doppelten Ersparnis, die man durch geringere Handwerkerkosten und bessere Finanzierungskonditionen erzielen kann, liegt der Reiz natürlich auch darin, einen maßgeblichen Beitrag zum Bau seines Eigenheims leisten zu können.

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg einer Muskelhypothek ist die richtige Zusammenarbeit mit der Baufirma: wenn diese grundsätzlich offen für einen Bau gemeinsam mit dem Bauherren ist, klare vertragliche Verhältnisse bestehen und auf der Baustelle eine gute Absprache über alle Bauphasen erfolgt, ist das Fundament für einen Hausbau mit eigener Muskelkraft gelegt.

(Festpreishaus bietet extra für Bauherrinnen und Bauherren mit Handwerksgeschick eine klar definierte Ausbaustufe an, die auf eine Muskelhypothek ausgelegt ist. Detaillierte Infos gibt es hier.)

 

Fotos: iStock

 

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